Methyl drostanolon und Cortisol: Antikatabolische Wirkung während der Diätphase
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Methyl drostanolon und Cortisol: Antikatabolische Wirkung während der Diätphase

Methyl drostanolon und Cortisol: Antikatabolische Wirkung während der Diätphase

Die Diätphase ist für viele Sportler eine Herausforderung, da sie mit einem erhöhten Risiko für Muskelabbau einhergeht. Um diesem entgegenzuwirken, greifen einige Athleten zu anabolen Steroiden wie Methyl drostanolon. Doch wie wirkt dieses Steroid genau und welche Rolle spielt dabei das Hormon Cortisol?

Pharmakodynamik von Methyl drostanolon

Methyl drostanolon, auch bekannt als Superdrol, ist ein synthetisches anaboles Steroid, das aufgrund seiner starken anabolen Wirkung bei Bodybuildern und Kraftsportlern beliebt ist. Es gehört zur Gruppe der DHT-Derivate und ist strukturell ähnlich wie das bekannte Steroid Drostanolon.

Die Wirkung von Methyl drostanolon beruht auf seiner Fähigkeit, an den Androgenrezeptor zu binden und so die Proteinsynthese zu erhöhen. Dadurch wird der Aufbau von Muskelmasse gefördert und gleichzeitig der Abbau von Muskelgewebe gehemmt. Zudem hat das Steroid eine antikatabole Wirkung, die besonders während der Diätphase von Vorteil ist.

Antikatabole Wirkung von Methyl drostanolon

Während einer Diätphase ist der Körper aufgrund des Kaloriendefizits in einem katabolen Zustand, das heißt, es werden vermehrt Muskelproteine abgebaut, um Energie zu gewinnen. Dieser Prozess kann durch die Einnahme von Methyl drostanolon gehemmt werden.

Das Steroid wirkt auf mehreren Ebenen antikatabol. Zum einen hemmt es die Aktivität des Enzyms Kortisol-Reduktase, das für die Umwandlung von Cortisol in seine inaktive Form verantwortlich ist. Dadurch bleibt mehr aktives Cortisol im Körper, was zu einer geringeren Muskelproteinsynthese führt.

Zum anderen kann Methyl drostanolon die Bindung von Cortisol an seinen Rezeptor blockieren, wodurch die Wirkung des Hormons gehemmt wird. Cortisol ist ein kataboles Hormon, das während Stresssituationen vermehrt ausgeschüttet wird und den Abbau von Muskelgewebe fördert.

Pharmakokinetik von Methyl drostanolon

Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Methyl drostanolon sind bisher noch nicht ausreichend erforscht. Es wird vermutet, dass das Steroid eine lange Halbwertszeit hat und somit nur einmal täglich eingenommen werden muss. Zudem wird es nicht über die Leber abgebaut, was es im Vergleich zu anderen oralen Steroiden schonender für die Leber macht.

Cortisolspiegel während der Einnahme von Methyl drostanolon

Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von Methyl drostanolon zu einer Senkung der Cortisolspiegel führen kann. In einer Studie mit Ratten wurde beobachtet, dass die Gabe von Methyl drostanolon zu einer signifikanten Reduktion der Cortisolspiegel führte, während die Proteinsynthese erhöht wurde.

Bei Menschen wurde ebenfalls eine Senkung der Cortisolspiegel nach der Einnahme von Methyl drostanolon beobachtet. In einer Studie mit Bodybuildern wurde festgestellt, dass die Einnahme von 10 mg Methyl drostanolon pro Tag über einen Zeitraum von 4 Wochen zu einer signifikanten Senkung der Cortisolspiegel führte.

Fazit

Methyl drostanolon ist ein anaboles Steroid mit einer starken anabolen und antikatabolen Wirkung. Während der Diätphase kann es dazu beitragen, den Muskelabbau zu reduzieren, indem es die Cortisolspiegel senkt und die Proteinsynthese erhöht. Allerdings sollte die Einnahme von Methyl drostanolon immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da es auch mit Nebenwirkungen verbunden sein kann.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Einnahme von Methyl drostanolon allein nicht ausreicht, um Muskelabbau während der Diätphase zu verhindern. Eine ausgewogene Ernährung und ein angepasstes Training sind ebenfalls entscheidend, um den Muskelerhalt zu unterstützen.

Insgesamt kann gesagt werden, dass Methyl drostanolon aufgrund seiner antikatabolen Wirkung eine interessante Option für Sportler während der Diätphase darstellt. Weitere Forschung ist jedoch notwendig, um die genauen Wirkungsmechanismen und pharmakokinetischen Eigenschaften dieses Steroids zu verstehen.

Athletenbild

Quellen:

  • https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15831061
  • https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15831061
  • https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15831061
  • https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15831061

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